Die Moore rundherum

Hoch- und Niedermoore

Moore gehören zu den ältesten und wertvollsten Naturlandschaften in Niedersachsen. Früher bedeckten Hoch- und Niedermoore große Flächen des Landes. Sie waren feuchte, sumpfige Gebiete mit offenen Wasserflächen, Torfmoosen, Wollgras und Birken. Viele Moore galten früher als schwer zugänglich und geheimnisvoll. Heute sind jedoch große Teile entwässert, landwirtschaftlich genutzt oder abgetorft worden.

Moore sind wichtige Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen. Typische Pflanzen sind Torfmoose, Sonnentau, Wollgras, Seggen, Heidekraut, Rohrkolben und Schilf. Dort lebten und leben Arten wie Kranich, Bekassine, Moorfrosch, Kreuzotter, Fischotter, Libellen, seltene Schmetterlinge und zahlreiche Insekten. Moore speichern große Mengen Wasser und Kohlenstoff und tragen damit zum Klima- und Hochwasserschutz bei.

Durch die Trockenlegung wurden Moore über Jahrzehnte zu Acker- und Grünlandflächen umgewandelt. Dies brachte Vorteile für Landwirtschaft, Siedlungen und Infrastruktur. Böden konnten besser befahren, Flächen bewirtschaftet und Häuser gebaut werden. Gleichzeitig gingen jedoch wertvolle Lebensräume verloren. 

Trockengelegte Moore setzen große Mengen CO₂ frei, da der Torf langsam zerfällt. Außerdem sinken die Böden ab und verlieren langfristig ihre Fruchtbarkeit. Weiter wird der Schutz vor Hochwasser nach Sturmfluten geschwächt, falls das Wasser doch einmal ins Landesinnere eindringt, da Deiche brechen können.

Heute sollen viele Moorflächen wieder vernässt und renaturiert werden. Das ist oft schwierig, weil Entwässerungsgräben, Straßen, Siedlungen und landwirtschaftliche Nutzungen bestehen bleiben. Auch angrenzende Flächen müssen vor zu hohem Wasserstand geschützt werden. Der Wasserstand muss deshalb genau reguliert werden. Dazu werden Gräben verschlossen, Stauwerke eingebaut, Dämme errichtet oder Pump- und Wasserrückhaltesysteme genutzt. Teilweise werden ehemalige Entwässerungssysteme vollständig zurückgebaut.

In Niedersachsen sollen in den kommenden Jahren geeignete Moorflächen mit ausreichender Torfschicht geschützt und wiedervernässt werden. Programme wie „1.000 Moore für Niedersachsen“ fördern die Renaturierung und den Naturschutz. Ziel ist es, Torf zu erhalten, CO₂-Emissionen zu senken und neue Lebensräume zu schaffen. Gleichzeitig können solche Gebiete für Naturtourismus, Umweltbildung und Naherholung genutzt werden.

Eine besondere Form der Nutzung sind sogenannte Paludikulturen. Dabei werden nasse Moorflächen weiterhin bewirtschaftet, jedoch ohne starke Entwässerung. Dafür muss der Wasserstand dauerhaft hoch bleiben. Nicht jede Fläche eignet sich dafür. Wichtig sind ausreichend große, zusammenhängende Moorgebiete, geeignete Wasserverhältnisse und eine wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeit.

Auf wiedervernässten Mooren können Pflanzen wie Torfmoose, Seggen, Rohrkolben, Schilf oder Erlen angebaut werden. Diese Pflanzen helfen bei der Wasserreinigung, binden Kohlenstoff und liefern Biomasse. Rohrkolben und Schilf können beispielsweise für Dämmplatten, Baustoffe, Verpackungen oder Kartonmaterial genutzt werden. Torfmoose können als torffreier Pflanzensubstrat-Ersatz dienen. Versuche laufen außerdem zur Herstellung schimmelresistenter Bauplatten aus Moorpflanzen.

Auch eine extensive Beweidung ist möglich. Geeignet sind robuste Rassen wie Wasserbüffel, Galloway-Rinder, Heckrinder, Highland-Rinder oder robuste Moorschnucken. Wasserbüffel kommen besonders gut mit nassen Flächen zurecht und helfen dabei, offene Landschaften zu erhalten.

Damit Paludikulturen wirtschaftlich werden, müssen zunächst Produkte, Lieferketten und Absatzmärkte entstehen. Benötigt werden größere zusammenhängende Flächen sowie möglichst einheitliche Biomasse ohne starke Verunreinigungen. Noch ist unklar, ob sich alle Verfahren wirtschaftlich durchsetzen können. Deshalb laufen derzeit viele Forschungsprojekte und Modellversuche in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern. Universitäten, Start-ups und Unternehmen testen neue Materialien, Anbaumethoden und Verarbeitungsverfahren.

Fördermöglichkeiten gibt es unter anderem über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK), die KfW sowie verschiedene EU- und Landesprogramme. Gefördert werden Renaturierung, Forschung, Klimaschutzmaßnahmen und die Entwicklung neuer Nutzungskonzepte.

Auch rechtlich gewinnt der Moorschutz zunehmend an Bedeutung. Deutschland und die Europäische Union verfolgen im Rahmen des European Green Deal und der europäischen Klimaschutzziele den Schutz und die Wiederherstellung von Mooren.

Moore gelten als wichtige Kohlenstoffspeicher. Die Wiedervernässung soll helfen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Biodiversität zu stärken. Gleichzeitig stehen Landwirtschaft, Naturschutz und wirtschaftliche Nutzung vor großen Herausforderungen, sodass viele Fragen zur langfristigen Umsetzung noch offen sind.

Erstellt mit ChatGPT nach Prompt von S. Romund


Raus auf den Deich!

Leben.Raum.Friedhof

Natürlich erinnern. 
Vielfalt gestalten.

Der St. Marien Friedhof Himmelpforten trägt ab jetzt das

Zertifikat “Grüner Hahn” für gelebtes Umweltmanagement.

  • Wir reduzieren den Abfall
  • Wir pflanzen heimische Pflanzen
  • Wir gestalten ruhige Sitzplätze im Grünen
  • Wir bieten Insekten kleine Lebensräume

Ich bin froh, dieses hier verkünden zu können, da diese Aktivität sowie schriftliche Ausarbeitung durch meine Anregung aufblühen konnte. Allerhand Zeit steckte ich in Recherche, Mitmachen und vor Ort ansehen, denn den Friedhof kannte ich vor dem Jahr 2023 kaum, da ich nicht in Himmelpforten lebte.

Als externe, ehrenamtlich aktive Person bin ich zudem nicht im Kirchenvorstand aktiv oder aktiv gewesen, was ebenso zu einigen Schwierigkeiten bzgl. der Sammlung von Informationen führte, da ich selbst nicht involviert war. Nun aber ist das geschafft und das ist wunderbar.

Im April wird es eine Auftaktveranstaltung geben bei der Details vorgestellt werden. Auf der Website der Kirchengemeinde unter Friedhof und dem Grünen Hahn steht ein Umweltbericht zum Download bereit.

Im Laufe diesen Jahres 2026 wird es weitere Aktionstage auf dem Friedhof geben, bei denen wir Schritt-für-Schritt die ökologische Aufwertung fördern. Helfende Hände werden gesucht und sind willkommen.

Im Gemeindebrief 1/26 stehen die ersten Termine.

https://himmelpforten.wir-e.de/gemeindebriefe-online

Mit summenden Grüßen, Stefanie Romund

Termine im Jahr 2026

Den Friedhof aufwerten.

Die Termine "Aktionstag Friedhofs-AG" stehen fest.

Mitte April beginnen wir mit einer offiziellen Eröffnung sowie Informationen rund um die Zertifizierung "Grüner Hahn".

Termine sind auf der Website der St. Marien Kirchengemeinde Himmelpforten unter "Friedhof" zu finden.

https://himmelpforten.wir-e.de/gruener-hahn

Achtung: Der Inhalt dieser Website wird überarbeitet und verändert sich erneut. 

Das hier stellt eine reine Landeplattform dar.

4. März 2026

Für Liebhaber von naturnahen, ruhigen Räumen

Ein Ort der Trauer, des Gedenkens und gleichzeitig des Lebens, der Friedhof welcher die aktuelle Naturkrise mit bedenkt und nachhaltig handelt

Das World Economic Forum (WEF) hat die zehn größten globalen Risiken für dieses Jahr 2026 vor Kurzem veröffentlicht. Extremes Wetter und der Verlust der Artenvielfalt gehören insbesondere in der 10-Jahressicht zu den größten Risiken für die Menschheit.

Wir machen den Anfang: Dort wo jeder etwas tun kann; direkt am Wohnort. Das Maskottchen “Die Deichgräfin” verteidigt die Deiche. Diese werden immer höher. Damit das nicht so weiter geht, arbeitet sie an freien Tagen auf den Friedhofsflächen der Region. Hier kann etwas für die Artenvielfalt und die Ökosysteme getan werden: Kleine Naturoasen und Nischen für Tiere und ein ruhiger Ort für den Menschen zum Kurzaufenthalt oder einen Spaziergang sollen erhalten bleiben und naturnah gestaltet werden.

https://www.weforum.org/publications/global-risks-report-2026 zum Download des Berichts.

Der neue Report der WMO über den globalen Zustand unseres Wassers wurde Ende 2025 veröffentlicht. Es handelt sich um den wichtigen Schlüssel-Report und Leitlinie für Entscheidungsträger. “State of Global Water Resources 2024”

Demnach haben Dürreperioden und starke Niederschläge weltweit zugenommen. Der Zustand des Wassers habe sich generell verschlechtert. https://wmo.int/publication-series/state-of-global-water-resources-2024

Aufruf der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft (DMG), der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) im Juni 2025 mehr gegen die Klimaerwärmung zu tun. Daran anhaftend unterstützt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) aufgrund der Auswertungen der World Metereological Organisation (WMO) zur Überlastung planetarer Grenzen diese Aktion.

https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/stellungnahmen-der-dpg/klima-energie/klimaaufruf?fbclid=IwY2xjawQWyblleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEesCvQH9K_PW5lp5tnjVaR1i86MWQIa4unLH5diLe_0kHmpPlgFQ1OXErF8xI_aem_gpGCVCueKyInAfEyyTZ7iQ

Die deutsche Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 mit dem Handlungsfeld "Artenschutz": https://www.biologischevielfalt.de/strategie/uebergreifende-biodiversitaetsziele-fuer-deutschland/artenschutz

Die Deichgräfin

wachsam zwischen Meer, Mensch und Natur

Die Deichgräfin ist ein Schaf – und mehr als das. 
Sie lebt auf den Deichen an der norddeutschen Küste im Landkreis Stade und steht sinnbildlich für Achtsamkeit, Verantwortung und Zusammenhalt.

Als Deichschaf erfüllt sie eine lebenswichtige Aufgabe: Gemeinsam mit ihrer Herde tritt sie die Grasnarbe fest und sorgt so dafür, dass die Deiche stabil bleiben und Sturmfluten standhalten. Diese stille, stetige Arbeit schützt Küste, Land und Menschen.

... weiter unter "Über die Deichgräfin" https://www.deichgraefin.com/ueber-die-deichgraefin

Ein persönliches Wort vorab

Wie umfangreich diese Website wird, steht noch nicht fest. Möglicherweise bleiben die Inhalte hier bewusst knapp oder werden überwiegend auf der Website unserer Kirchengemeinde zu finden sein. Auch wie viel Zeit und Energie ich künftig in Texte, Informationen und Veröffentlichungen investiere – und über welche Wege diese laufen – wird sich erst zeigen.

Sicher ist jedoch: 
Mein Maskottchen „Die Deichgräfin®“ begleitet mich weiterhin. Seit vielen Jahren ist sie Botschafterin meiner Anliegen und trägt meine Botschaften nach außen.

In dieser Rolle steht sie für Artenvielfalt, Bewahrung der Schöpfung und Verantwortung für die Natur – die Schöpfungsbotschafterin.  

Artenvielfalt und Klima – untrennbar verbunden

Die beiden größten Naturkrisen unserer Zeit hängen eng zusammen: der Verlust der Artenvielfalt und die Klimakrise. Besonders der Rückgang der (genetischen) Biodiversität verschärft die Klimakrise, da stabile Ökosysteme entscheidend für die Regulierung des Klimas sind.

Wird das Artensterben nicht gestoppt, wird sich auch die Klimakrise weiter zuspitzen. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist daher ein zentraler Schlüssel für eine lebensfähige Zukunft.

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